Unser Sonnensystem

Daniel Reither

Eine Wolke aus Gas und Staub treibt durch die unendlichen Weiten des Universums. Leblose Materie aus Wasserstoff und Helium. Genau so sah unser Sonnensystem von 4,5 Milliarden Jahren aus. Nichts weiter als Material aus früheren Sternengenerationen. Feinster Staub, mit einem Durchmesser von 0,001mm genauso wie Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff.

Kondensation in Wolkenregionen mit höherer Dichte, führen zum Kollaps und somit zur Bildung eines Emissionsnebels. Im Zentrum der Wolke beginnt sich Masse zusammenzuballen. Staub und Gaswolken beginnen miteinander zu kollidieren.

 

Diese KollisionSonnensystemen verursachen ein Phänomen namens Drehimpulserhaltung und die gesamte Wolke beginnt sich zu drehen. Da sich im Inneren bereits sehr viel Masse zusammengeballt hat, werden auch schwerere Elemente wie Eisen in die Mitte gesogen. Immer mehr und mehr Masse stürzt ins Innere der Wolke. Solange, bis sich ein sogenannter Protostern bildet. Ein paar Millionen Jahre später wurde durch den enormen Druck im Inneren die Kernfusion ausgelöst. Überschüssiges Gas wird entweder über sogenannte Jets entlang der Rotationsachse ausgestoßen oder stürzt direkt in die Sonne. Gasreste rotieren in Form einer Scheibe um das Zentrum und werden weiter an den Rand des Systems weiter nach Außen gedrängt.

 

Im Inneren Bereich des Nebels befinden sich nun Unmengen an kieseligen, schweren Teilchen während sich am Rand eher Gaswolken ansammeln. Die Kieselpartikel beginnen ebenfalls miteinander zu kollidieren und bilden sogenannte Protoplaneten. Aus ihnen entstehen später einmal die Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars. Durch riesige Mengen an Eis im äußeren Sonnensystem, entstehen dort Planeten wie Uranus, während sich in der Mitte Jupiter und Saturn durch Absorption enormer Gasmengen bilden.

 

Anfänglich wechselten die riesigen Gasplaneten noch ihre Form und Standort. Dies blieb jedoch nicht ohne Folgen, denn durch diese Planetenmigration wurde einerseits der innere Asteroidengürtel sowie auch der außenliegende Kuipergürtel und die Oort´sche Wolke gebildet. Diesen unzähligen miteinander interagierenden Objekten haben wir es zu verdanken, dass sich unsere Planeten in einer so perfekten Scheibe um die Sonnen bewegen.

Kuipergürtel und Oortsche Wolke
Kuipergürtel und Oortsche Wolke

 

Aber wie erst kürzlich bewiesen, steckt auch unser Sonnensystem noch voller Überraschungen. Denn zwei US- Forscher vermuten einen neuen neunten Planeten in unserem System. Dieser soll zehn Mal schwerer als unsere Erde sein und rund 20.000 Jahre für die Umrundung der Sonne benötigen. Seien wir gespannt, welche Erkenntnisse in Zukunft noch auf uns zukommen.